Susanne Klein-Kunert

Susanne ist die fiktive Protagonistin im Roman LOGOUT. Sie leidet unter Häuslicher Gewalt und beginnt ihren ganz persönlichen Kampf damit, dass sie sich eine Auszeit nimmt. Ihrem Mann überlässt sie in dieser Zeit die Verantwortung für die beiden gemeinsamen Kinder und den Haushalt. 

Aus ihrer ganz persönlichen Auszeit in einer Holzhütte wird mehr, als sie jemals erwartet hätte. Andere Frauen schließen sich an und es entsteht eine Bewegung, die die Gesellschaft verändert. 

Die Figur der Susanne Klein - Kunert könnte wie folgt beschrieben werden:


Susannes aktuelle Situation

Susanne Kunert wurde am 21.Juni 1980 geboren. Sie lebt mit ihrem Ehemann Ulli in einer Altbauwohnung in einer Kleinstadt. Sie ist 170 cm groß, trägt Kleidergröße 42 und Schuhgröße 40. Susanne hat langes, dunkelblondes Haar und grüne Augen. Sie ist eher unscheinbar als hübsch. Sie mag weite Kleider und flache Schuhe. Make-up nutzt sie selten, aber gern. Sie ist im Haushalt versiert, mag aber nicht gern kochen. Susanne mag keine Tiere, weil sie kein Lebewesen einsperren will. Sie hat etwas gegen Comics und schläft beim Fernsehen grundsätzlich ein. Theater gefällt ihr gut. Opern besucht sie mindestens einmal jährlich. Sie hört gern die Musik von HR Kunze, Reinhardt Mey und Jan Josef Liefers. Wenn sie allein ist, hört sie Ina Deter. Als Mutter hält sie die Förderung und Bildung ihrer Kinder für besonders wichtig. Sie kann sich gut auf die Bedürfnisse der Kinder einstellen und hat eine enge Beziehung zu beiden Söhnen. Sie wünscht sich keine weiteren Kinder, obwohl ihr Ehemann noch eine Tochter bekommen möchte.
Als Ehefrau ist Susanne an das Alleinsein gewöhnt, da ihr Mann inzwischen als Schulleiter sehr viel arbeitet. Aus diesem Grund kommt eine Berufstätigkeit noch nicht in Frage. Sie will aber auf jeden Fall eine Vollbeschäftigung annehmen, sobald die Kinder selbstständiger sind.

Für Hobbys bleibt ihr keine Zeit. Sie sehnt sich nach freier Zeit, weil sie gern tanzen möchte. 

Kindheit und frühe Erwachsenenjahre

Aufgewachsen ist Susanne in einem der Dörfer in der Nähe von Hannover.
Sie hatte eine Schwester, Martina, die von 1984 bis 2018 gelebt hat.
Susanne hat das Abitur im Jahr 1998 gemacht und 2002 den Abschluss in Kunst und Politikwissenschaften gemacht. In diesem Jahr hat sie den Lehrer Ulli Kunert geheiratet. Danach arbeitete sie 6 Jahre bei der Landeszentrale für politische Bildung in Hannover. Ab 2004 war sie im Homeoffice tätig.
2008 kam ihr erstes Kind Julius zur Welt, 2010 ihr zweites Kind Kaspar. Sie gab ihren Beruf auf und wurde Hausfrau und Mutter. Seit 2018 ist sie in der Kommunalpolitik für eine freie Wählergemeinschaft tätig. Ihre Schwerpunkte sind Frauen- und Bildungspolitik innerhalb ihres Kreises.
Ihre Kindheit war geprägt von der psychisch labilen Mutter und einem autoritären Vater. Sie hat früh gelernt, dass sie ihre Probleme selbst lösen muss. Sie war der Anlass für die Ehe der Eltern. Beide Eltern waren in dieser Ehe unglücklich und gaben Susanne eine Mitschuld daran. Als Kind liebte Susanne Rollenspiele und zeigte sich interessiert an anderen Menschen. Sie war im Dorf beliebt und verbrachte viel Zeit mit ihrer Großmutter. Die alte Frau war im zweiten Weltkrieg aus Oberschlesien gekommen und beeindruckte Susanne durch Pragmatismus und Direktheit. Ihre Mutter und ihre Großmutter hatten kein gutes Verhältnis zueinander.
Als Jugendliche wollte Susanne für Amnesty arbeiten und ist zweimal von zuhause ausgerissen, um an Aktionen der Friedensbewegung teilzunehmen. Während ihres Studiums in Hamburg hat sie ehrenamtlich für Amnesty gearbeitet und damit den Unmut ihrer Eltern auf sich gezogen.
Die Familie war weder religiös noch politisch. Die Hobbys der Eltern, Kochen bei der Mutter und Fußball beim Vater, prägten das Freizeitverhalten in der Kindheit. Der Wunsch nach einem Studium fand wenig Anklang bei den Eltern. Beide waren als Arbeitnehmer in einer Tourismuseinrichtung tätig. Sie stand ihrer jüngeren Schwester sehr nah, die Eltern forderten häufig, dass Susanne sich um sie kümmerte. Als die Schwester an einer Depression erkrankte, veranlasste Susanne eine stationäre Behandlung. Die Eltern waren dagegen und wollten nicht, dass ein Familienmitglied „in der Klapse“ landete. Sie schämten sich dafür und ermutigten Martina, sich auf eigenen Wunsch entlassen zu lassen. Auf der Fahrt von der Klinik nach Hause verunglückte Martina. Bis heute ist nicht geklärt, ob es ein Suizid oder ein Unfall war. Susanne quält sich mit der Frage, ob sie mehr für ihre Schwester hätte tun müssen. Die Mutter hat sich seit dem Tod ganz ihrem Schmerz um die verstorbene Tochter überlassen.
Susanne lernte 1996 Ulli während eines Schützenfestes kennen. Ulli war Gast auf dem Schützenfest in Susannes Dorf, lehnte aber das Schießen ab. Er bezeichnete sich als Pazifisten. Das machte ihn für Susanne sympathisch. Außerdem kümmerte er sich hingebungsvoll um seinen debilen Vater, bis dieser starb. Ulli war 6 Jahre älter als Susanne und hatte gerade sein Studium abgeschlossen. Er wünschte sich eine Familie. Susanne verliebte sich in ihn. Die Zeit in Hamburg verbrachte sie in einer Wochenendbeziehung mit Ulli. Sein Heiratsantrag war romantisch und pompös, er ließ den Antrag durch einen Schauspieler auf einer Freiluftbühne überbringen. Susanne war beeindruckt und nahm den Antrag an.  Die Eltern waren mit der „guten Partie“ ihrer Tochter sehr zufrieden.

Susannes Persönlichkeit

Susanne ist auf der einen Seite eine Frau mit einem Blick für Zusammenhänge. Sie ist intelligent und kann ihren Alltag bewältigen. Für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse sieht sie sich selbst in der Verantwortung. Ihr Altruismus ist stärker ausgeprägt als ihr Egoismus. Sie nimmt vieles in Kauf, auch wenn es ihr gegen den Strich geht.
Susanne fürchtet sich davor, direkt oder indirekt schädigend auf andere zu wirken. Durch diese Selbstverpflichtung bleiben ihr einige ihrer Stärken verborgen. Sie ist es nicht gewöhnt, Unterstützung zu bekommen und sieht sich in einer übertriebenen Eigenverantwortung. Gleichzeitig weiß Susanne, was sie will und hat ein feines Gespür für Ungerechtigkeit. Sie hat eine Führungspersönlichkeit, jedoch kann sie sie aufgrund ihrer übertriebenen Zurückhaltung nicht ausleben.
Ihr Selbstbewusstsein und auch ihr Selbstwertgefühl legt sie gern in die Hände anderer. Dadurch wird sie durch Kritik und Ablehnung leicht aus der Bahn geworfen. Wenn sie sich durchsetzt, liegt das an den Erfahrungen, die sie mit ihrer Großmutter gemacht hat. Es schlagen zwei Herzen in ihrer Brust. Das eine schlägt im Takt der Großmutter, konsequent, klug, pragmatisch. Das andere Herz fürchtet Liebesverlust und will alle vor Schaden beschützen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und Zurückhaltung kann sie sich in Situationen wiederfinden, die sie nicht geplant hat.